Tschüss Google Stadia! Liefert jetzt Microsoft? (Nimm mit #4)

Wenig zum Launch, wenig jetzt

Ebenfalls ernüchternd war die Spielebibliothek von Stadia zum Start. Lediglich 22 Spiele waren im November 2019 spielbar und auch heute sieht die Bibliothek nicht so richtig toll aus. Klar, Ubisoft ist mittlerweile mit an Bord und auch EA hat das eine oder andere Spiel hinzugefügt, doch mit rund 170 Spielen ist das jetzt auch nicht unbedingt die große Offenbarung. Zum Vergleich: In Microsofts Xbox Game Pass tummeln sich aktuell 217 Spiele zum Streamen, dazu kommen insgesamt über 300 Spiele zum Herunterladen.

Für eine Abgrenzung zur Konkurrenz sollten die eigenen Studios sorgen. Geführt von der Branchengröße Jade Raymond, die unter anderem Assassin’s Creed produzierte, sollten hier exklusive Titel für den Streaming-Dienst produziert werden. Erschienen sind bisher nur kleinere Titel, zu denen sich nun keine weiteren Spiele mehr gesellen werden. Am 02.02.2021 kündigte Google an, die internen Studios schließen zu werden und die Ressourcen lieber in die Infrastruktur investieren zu wollen. Bumms! Aus der Traum von Spielen mit Google-Schriftzug. Was bleibt, ist ein hohler Streaming-Service mit einem nicht konkurrenzfähigen Bezahl-Modell.

Was wir hier sehen, ist das erste Kapitel des Untergangs von Stadia. Besonders erfolgreich war der Dienst nie, der gesamte Cloud-Unternehmensbereich, unter den Stadia auch fällt, hat immerhin einen Verlust von 5,61 Milliarden US-Dollar ausgewiesen. Und irgendwie drängt sich mir der Eindruck auf, als hätte es Google nie so richtig ernst gemeint mit Stadia. Mich würde es nicht überraschen, wenn spätestens Ende 2022 der Stecker gezogen wird.

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