Cyberpunk 2077: Katastrophe mit Ansage (Nimm mit #2)

Der weiße Ritter Sony?

Allen voran Sony will sich nun offenbar auf dem Rücken des polnischen Entwicklers als weißer Ritter der Spielerschaft profilieren. So war der PlayStation-Hersteller schnell dabei, die Veröffentlichung zu kritisieren, was letztlich sogar dazu führte, dass Cyberpunk 2077 Stand heute auch nicht mehr im digitalen PlayStation-Store erhältlich ist. Dass Spiele aus den Online-Shops verschwinden, passiert nicht selten. Lizenzgeklüngel oder gar ein Streit zwischen Publisher und Entwickler waren dabei meist die Gründe. Dass aber der Plattformhalter ein bereits veröffentlichtes und von ihm selbst zertifiziertes Spiel nachträglich aufgrund von Qualitätsproblemen zurückzieht, ist so noch nie passiert. Dabei hätten das viel schlimmere Titel, die technisch noch mehr Probleme auf der Konsole machen, schon seit Jahren verdient. Sony lenkt mit dieser Nebelkerze von etwas ab, was sie selbst verbockt haben: Cyberpunk 2077 hätte in diesem Zustand nicht auf der Plattform erscheinen dürfen. Sony agiert scheinheilig, als hätten sie nichts davon gewusst, aber auch wenn viel Geld wieder zurück zum Kunden wandern wird – Berechtigt, wohlgemerkt! –, so wird man als Besitzer der aktuell gewichtigsten Plattform sicherlich seinen Stück vom Kuchen abbekommen haben. Und gleichzeitig steht man nun da, als würde man sich aktiv um die eigene Spielerschaft kümmern. Immerhin hat es diese Meldung sogar auf tagesschau.de geschafft. Dass sich Sony hier profilieren will, ist so transparent wie die Glasscheiben in Cyberpunk ohne aktiviertes Raytracing.

Sony kehrt CD Projekt RED den Rücken: Für die Spieler*innen?

An dieser Stelle muss natürlich auch Microsoft erwähnt werden, denn auch die US-Amerikaner haben das Spiel so durch den Zertifizierungsprozess durchgewunken. In diesem Zusammenhang bekommt der Xbox-One-X-Bundle-Deal zumindest ein Geschmäckle.

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